Gegenüber den standardmäßigen Desktop-Systemen gibt es beim Kauf eines Laptops einige Dinge mehr im Vorfeld zu beachten. Hier haben Fehlkäufe eine höhere Tragweite aufgrund der schlechteren Aufrüstbarkeit der Komponenten. So ist es zum Beispiel deutlich teurer, eine schwache Festplatte eines Laptops gegen eine neuere, bessere zu ersetzen. Wer ganz sicher gehen will, informiert sich daher vor dem Kauf genauestens über die verbauten Komponenten. Fachhändler, Versandhäuser und inzwischen sogar Discounter werben nämlich oft mit sogenannten “Eyecatchern” für ihr Produkt und preisen es als unvergleichlich günstiges Schnäppchen an. So wird in großen Buchstaben die schnelle Taktfrequenz des Prozessors hervorgehoben und das Angebot mit einer hohen Festplattenkapazität abgerundet. Über die weiteren Komponenten erhält man allerdings erst auf Nachfrage hin eine Auskunft.

Vor allem in Sachen Grafikkarte werden häufig billige Fabrikate aus Fernost verbaut, um den Verkaufspreis zu drücken. Aber gerade hier entscheidet sich die Leistungsfähigkeit des Systems in Bezug auf Spiele, Videobearbeitung und Multimediaanwendung. Dabei erfreut sich gerade Letztere immer größerer Beliebtheit bei PC-Nutzern. Neben der Bearbeitung von Urlaubsfotos erhält auch die Möglichkeit, Filme auf dem heimischen Rechner zu schauen, einen immer größeren Stellenwert. Wer das Spielen zu einer seiner Freizeitbeschäftigungen zählt, sollte die Leistung einer Grafikkarte noch etwas genauer hinterfragen.

Am wichtigsten beim Kaufentscheid einer Grafikkarte für den Laptop ist, anders als bei den Desktop-Lösungen, der Stromverbrauch. Während Arbeitsspeicher und Festplatte eher untergeordnete Rollen in Sachen Verbrauch aufweisen, sind Grafikkarten wahre Stromfresser und können bei einer zu geringen Kapazität des Akkus den Spaß an der Mobilität schnell trüben. In der Regel verbrauchen die kleinen Karten, je nachdem ob unter Volllast oder Leerlauf, zwischen 40 und 60 Watt pro Stunde. Wer also auf einer Zugfahrt gern mal einen aufwendigen Ego-Shooter spielt, darf maximal mit einem einstündigen Vergnügen rechnen. Ein entsprechend stärkerer Akku drückt dabei wiederum auf das Gewicht des Gerätes und will daher gut überlegt sein. Ein weiteres Augenmerk bei mobilen Grafikkarten liegt darüberhinaus auf der Lautstärke. In sogenannten “Sone” gemessen, gibt diese Aufschlüsse darüber, wie geräuschintensiv der Laptop arbeitet. Wer den Laptop überwiegend als Heimcomputer nutzt, wird hier eher Abstriche machen können als der, der mit dem Gerät täglich im Büro arbeiten muss.

In jedem Fall lohnt es sich, die einzelnen Geräte in Sachen Grafikleistung miteinander zu vergleichen, bevor ein Kauf getätigt wird. So sind zum Beispiel Daten über den Grafikartenspeicher ausschlaggebend dafür, wie schnell die Platine arbeitet und welche Datenmengen in kurzer Zeit verarbeitet werden können. Standardmäßig verfügen die meisten Karten über 256 oder 512 Megabyte Speicher. Geräte mit 128 Megabyte sind dagegen nicht mehr zeitgemäß. Zahlreiche Magazine, die sich das Testen von PC-Komponenten zur Aufgabe gemacht haben, bieten online eine Fülle an Testergebnissen verschiedener Grafikkarten an, die es sich in jedem Fall einmal anzuschauen gilt. Die Gesamtgeschwindigkeit einer Karte wird hier stets in sogenannten “Benchmarks” angegeben, dabei gilt: je höher der Wert, desto schneller die Karte. Bild : © Daniel Rennen  / pixelio.de