Selten erregte eine Versteigerung in Deutschland derartiges Aufsehen wie im Jahr 2000, als die Lizenzen für das mobile Internet an die meistbietenden Mobilfunkanbieter vergeben wurden. Die Konzerne waren bereit, mehr als 50 Milliarden Euro für etwas zu bezahlen, was es damals in der Praxis nicht einmal gab. Nur die wenigsten Menschen konnten sich überhaupt vorstellen, wie mobiles Internet funktionieren soll und wie der Alltag einige Jahre später aussehen könnte. Das verwundert wenig, wenn man bedenkt, dass das Internet damals noch mit piepsenden Modems und langsamen Verbindungsgeschwindigkeiten in Verbindung gebracht wurde. Zur Jahrtausendwende begann gerade erst die Einführung von DSL und den entsprechend schnellen Online-Zugängen.

Ein gutes Jahrzehnt später sieht die Welt anders aus: Schnelles Internet ist für fast alle Haushalte im Land verfügbar und kann mittlerweile selbst die gewaltigen Datenmengen von hoch auflösenden Fernsehbildern in Echtzeit transportieren. Handys bewegen sich genauso selbstverständlich im weltweiten Netz wie der Rechner auf dem Schreibtisch. Das Internet ist tatsächlich mobil geworden und immer mehr Menschen wollen auf die vielen neuen Online-Inhalte auch überall zugreifen können. Moderne Handys haben die nötige Technik dafür bereits an Bord. Computer und Notebooks nur selten, da sie auch heute noch ein Modem benötigen. Dieses kann sich in einem Kasten unter dem Schreibtisch befinden oder in einem Surf-Stick.

Ein solcher Surf-Stick wird über einen USB-Anschluss mit dem Rechner verbunden. Aktuelle Betriebssysteme erkennen ihn problemlos, die mitgelieferte Software ist schnell installiert und dem Schritt in das mobile Internet steht nichts mehr im Wege. Vor allem die Nutzer von Notebooks werden den Surf-Stick schnell schätzen lernen, wenn sie auf Reisen oder im Park jederzeit Zugriff auf das Internet haben. Aber auch in den eigenen vier Wänden kann er endlich die Tür in die Online-Welt öffnen, da es gerade in ländlichen Gegenden oft noch an festen Internet-Zugängen mangelt. Ein Mobilfunknetz, und damit auch das mobile Internet, ist dagegen nahezu flächendeckend vorhanden. Bild: ©Tobias Zimmermann  / pixelio.de