Dank der in den meisten Anlagen standardisierten Rufnummernerkennung wird diese im Display angezeigt. Dabei kommt es immer wieder vor, dass man einen Anruf erhält, bei dem die Nummer dem Angerufenen jedoch unbekannt ist und auch keine Nachricht vom Anrufer hinterlassen wird. Das kann vor allem im geschäftlichen Bereich ärgerlich sein, aber auch privat, wenn ein wichtiger Anruf erwartet wird. Mit der rekursiven Telefonnummernsuche gibt es die Möglichkeit, den unbekannten Anrufer zurückzuverfolgen und zu identifizieren. Der Begriff rekursiv kommt ursprünglich aus der Programmiersprache. Bei einer rekursiven Programmierung handelt es sich um einen Teil innerhalb eines Computerprogrammes, der sich beliebig oft wieder selbst aufrufen kann.

Bevor man also die angezeigte aber unbekannte Nummer auf seinem Display wählt, um herauszufinden, wer der Anrufer ist, kann das bereits durch die rekursive Suche der Telefonnummer erfolgen. So hat der Anrufer die Möglichkeit, sich auf das Gespräch besser vorzubereiten oder aber auch den Rückruf nicht durchzuführen, weil er keine Kommunikation mit dem Gesprächsteilnehmer wünscht. Generell kann man den Anrufer zwar anhand seiner Vorwahl regional eingrenzen, dann bleibt aber noch immer das Problem, dass nicht bekannt ist, um welche Person oder welches Unternehmen es sich handelt. Besonders zu Zeiten, als das Internet noch nicht so weit fortgeschritten war und die Nutzung von gedruckten Telefonbüchern noch im Vordergrund stand, stellte sich dies als Problem da. Heute gibt es die Option, die unbekannte Nummer in ein elektronisches Telefonverzeichnis einzugeben und so die dazugehörige Person zu erhalten. Voraussetzung für die Funktionalität ist, dass der unbekannte Anrufer seine Daten für die Nutzung innerhalb dieses Verzeichnisses freigegeben hat. Dies ist jedoch nicht immer der Fall, sodass es bei der rekursiven Telefonnummernsuche immer noch Kritik den Datenschutz betreffend gibt. Häufig wurden Privatpersonen, die zwar ihre Zustimmung zu einer Veröffentlichung der Daten in gedruckter Form gegeben haben, nicht darüber informiert, dass diese Daten nun auch online über die rekursive Telefonnummernsuche möglich sind. Betreffende Personen haben deshalb die Möglichkeit, sich an ihren Telefonanbieter zu wenden und die Nutzung der Daten im Internet zu untersagen.

Die Bezeichnung rekursiv kommt also daher, dass eine Rückwärtssuche stattfindet, denn ursprünglich besteht die Suche nach Kontakten daraus, dass man zu einer Person die Nummer und die Adressdaten herausfinden möchte. Diese Telefonnummernsuche hat einige Vorteile. Gerade durch die Zunahme von Werbeanrufen lohnt es sich, eine unbekannte Nummer zurück zu verfolgen und diese im Zweifelsfalle zu ignorieren. Auch der Fall, dass eine unbekannte Rufnummer den Anrufer bei Rückruf zu einer kostenpflichtigen Hotline weiterleitet, ist schon häufig eingetreten. Durch die Telefonnummernsuche rückwärts hat man die Sicherheit, dass man erfährt, wer der Anrufer ist und sich zudem im Internet, wenn es sich um ein Unternehmen handelt, über die Firmen und deren Angebote informieren kann. Ungewünschte Werbeanrufe sind laut deutschem Recht nicht genehmigt und können außerdem zur Anzeige gebracht werden. Bild:©JMG  / pixelio.de